25. – 28. Oktober 2013, 10. Spieltag/1. Liga und 12. Spieltag/2. Liga

Bemitleidenswerte Freiburger! Da zeigt der SCF eine seiner ersten Vorstellungen dieser Saison, die nicht komplett nach Kreisklasse Schwerin/Nordwestmecklenburg aussieht; bei der man nicht darauf wartet, dass der Abwehrchef das Leder unbedrängt auf den benachbarten Acker haut und von der gesamten Mannschaft anerkennenden Applaus für die „saubere Klärung“ erhält, dass sich der einst in der Verbandsliga kickende Spielertrainer nach 60 Minuten beim Stand von 1:3 selbst einwechselt, um dem Spiel nochmal eine Wendung zu geben, und dann noch drei Gegentreffer mitverantwortet, dass der Schiedsrichter – völlig offensichtlich zu Unrecht – auf Eckball entscheidet, weil er bei Abstoß wieder so weit in die andere Richtung rennen müsste. Nein, sie zeigen fast Bundesliganiveau – und dann Baumann. Baumann! Baumann? Baumann. Baumann, Baumann, Baumann, …

Hatte man bislang das Gefühl, der Oliver Baumann sei ein wirklich guter seines Fachs, mutierte der Freiburger Keeper beim 0:3 gegen den HSV in Rekordzeit zu einer Mischung aus Namensvetter O. Reck, Tomislav Piplica und Cora, der kleinen Terrier-Hündin, die eine Etage über den Redaktionsräumen wohnt und bei ihren Versuchen, treudoof einem Ball nachzujagen, etwas hilflos über die Wiese flippt und auch gerne mal über ihre eigenen Ohren stolpert. Okay, jeder hat mal einen schlechten Tag. Und haste erstmal Scheiße am Fuß, auch darüber sind wir uns durchaus alle im Klaren, haste Scheiße am Fuß. Aber das? Geht unter Umständen nur ganz, ganz knapp am Vorsatz vorbei, oder? Ex-Kopfball-Ungeheuer Piplica hat dem jungen SCF-Schlussmann aber schon gleich zu Wochenbeginn einen wichtigen Tipp gegeben, wie man mit solchen Situationen umgehen kann: „Er sollte nicht intensiv Zeitung lesen.“ Ja, super, das hilft doch schon mal. Und ganz wichtig, lieber Oliver Baumann: schon gar nicht während des Spiels…

Noch besser war nur Düsseldorf. Die Fortuna hat sich irgendwie sogar sechs Dinger quasi selbst reingemacht. Aber dafür war halt auch die gesamte Mannschaft beteiligt. Einen groben Schnitzer nach dem anderen haben sie hingelegt, insgesamt fünf. Den noch fehlenden Gegentreffer haben sie der Einfachheit halber selbst gemacht. Da konnten die Paderborner, die ja nun wirklich nicht vorschnell unter Verdacht gestellt werden sollten, ein Spitzenteam zu sein, gar nicht anders. Und wenn die Socken noch so hässlich sind – man schleudert sie doch nicht vom Weihnachtsbaum aus der Oma ins Gesicht. Nee, manche Geschenke muss man einfach annehmen. Ob man will oder nicht. Die Paderborner taten’s halt. Und weil die Oma vermutlich noch nie selbstgestrickte Socken verschenkt hat, die so unansehnlich waren wie das Fortunen-Gebolze am Wochenende, lehnen also die SCP-Kicker auch ihre Weihnachtssöckchen nie ab (einfacher Dreisatz). Wenn jetzt vor dem nahenden Winter die gesammelten Werke aus der Sockenschublade gekramt werden, gibt es sicher schön kuschelige Adventstage in Ostwestfalen…

Und zur zweiten Liga noch zwei wahnsinnig wahnsinnige Informationen:

  1. Greuter Fürth – Hasenhüttl 0:1
  2. Für den FCK gibt’s eine kleine Rechnung, die in der Tat nur das Milchmädchen im Jahrhunderttorben aufgestellt haben kann: Aber, wie man es auch dreht und wendet – und wichtig ist ja einzig auf’m Platz –,  die Bilanz Kosta Runjaics lautet: 5 Spiele, 9 Punkte, dazu 1 Sieg im DFB-Pokal; im Vergleich dazu die Bilanz Franco Fodas zu Saisonbeginn: 5 Spiele, 9 Punkte, dazu 1 Sieg im DFB-Pokal. Gut, die Lauterer üben ja wirklich mittlerweile eine ganz andere Sportart aus als zu Beginn der Saison (das, was sie jetzt machen, heißt wohl Fußball!?), aber: Es ist noch längst nicht alles rot-weiß, was glänzt.

 

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