29. November – 2. Dezember 2013, 14. Spieltag/1. Liga und 16. Spieltag/2. Liga

Der 1. FC Kaiserslautern verliert im zehnten Spiel doch tatsächlich erstmals unter Coach Kosta Runjaic. Ralph Hasenhüttl – nach zuletzt überragenden zehn Punkten aus vier Spielen – muss eine Heimniederlage gegen die Sandhäuser hinnehmen. Der FC Bayern erzielt (trotz gefühlter 307 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte) gegen Braunschweig eine satte Stunde lang kein Tor. Was passiert als nächstes? Jogi Löw holt einen Titel? Thomas Tuchel sagt etwas überraschend Intelligentes? Die Fans der Fiorentina freuen sich aufs Mario-Gomez-Comeback? Hoffenheim feiert sein 115. Vereinsjubiläum?

Beim FCK ging’s aber drei Tage nach dem 2:3 in Dresden im Pokal-Achtelfinale schon wieder auswärts aufwärts. Eine ein Spiel währende Niederlagenserie ist nun wirklich auch genug – hoffentlich kommt’s nicht nochmal so knüppeldick in dieser Saison. Woran’s bei Hasis Audistädtern lag? Am Gegner – Sandhausen – bestimmt nicht. Für eine weitere Analyse der Situation steht der Jahrhunderttorben aber nicht zur Verfügung, nicht, nachdem ihn Ralph H. schon so oft alleine gelassen hat…

Nein, das FCI-Spiel zu analysieren, das erscheint dem Jahrhunderttorben dann auch irgendwie nicht attraktiv genug. Was soll er denn noch alles machen? Am Ende noch eine Champions-League-Partie des FC Schalke live übertragen?! Nee nee, mal schön ohne ihn. Das macht ja noch nicht mal das ZDF. Und das trotz des – sagen wir mal – überschaubar attraktiven Angebots an Fußball-Kompetenz, das der Sender im Gegenzug bieten kann.

Während also das ZDF kein Schlake-Spiel zeigt und die Königsblauen deshalb nicht mit dem Zweiten reden, soll rund um Wolfsburg keiner mehr etwas schreiben. Zumindest nicht über die Champions League. Das hat Dieter Hecking gefordert. „Hören Sie auf, von der Champions League zu schreiben“, hat er die Medienvertreter nach dem 1:1 der VW-Tochter gegen den HSV angeschnauzt. Jetzt mal ehrlich: Welcher komplett Unzurechnungsfähige tut das denn in Zusammenhang mit den Golfsburgern? Wir wissen alle, dass die dort nicht hingehören. Eigentlich möchte man der übelst subventionierten Volkswagen-Filiale doch sogar zurufen: „Hören Sie auf, in der Bundesliga zu spielen!“

Aber es gibt noch mehr Werksteams, denen viel zu viel Wirbel gemacht wird. So wird neuerdings auch in Leverkusen ganz furchtbar viel geheult. Das ist aber nicht die selten bis sehr selten auftretende Nebenwirkung eines oral einzunehmenden Schnupfzäpfchens zur Vermeidung von Roberto Hilbert in der Startaufstellung. Und auch nicht die überzogene, wenn auch berechtigte Reaktion auf die Erkenntnis, dass das Offensiv-Duo Sam-Son eigentlich in der Sesamstraße zu Hause ist.

Nein, es sollen doch bitteschön nicht immer alle auf ihnen rumhacken, befinden die Leverkusener – allen voran Wutbürger Rudi. Sooo schlecht hätten sie ja schließlich beim 0:50 gegen ManU gar nicht gespielt. Und sooo schlecht sei doch nun auch das Image des Vereins gar nicht mehr. Zum zweiten Punkt: In der Wahrnehmung der Fußball-Fans immer noch deutlich schlimmer als eine 0:50-Niederlage. Aber ehrlich gesagt wäre es dem Jahrhunderttorben aktuell gar nicht so recht in den Sinn gekommen, Bayer 04 zum Thema zu machen. Danke also, lieber Ruuuudiiii, dass Du ihn daran erinnerst, dass es derzeit alle tun. Also, Bayer Leverkusen, hier der Beitrag: Keiner mag euch! Ihr seid kaum besser als VW und Hopp! Und das Spiel gegen ManU war scheiße. Mein Gott, war das scheiße!

Und da wir beim Thema sind: „Es darf ja kein Journalist bei uns sitzen, der nur im Ansatz mit uns mitfiebert – wenn er irgendwie ein Herz hat. Der kann nicht nach Hoffenheim kommen.“ Könnte Markus Gisdol so gesagt haben, wenn er die Wahrheit bereits erkannt hätte. Er hat womöglich von „Herzproblemen“ gesprochen. Ist aber im Mitschnitt von der Pressekonferenz wirklich schlecht zu verstehen…

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